Sprache der Zielgruppe

Wer die Sprache der Zielgruppe spricht, weiß, was zu tun ist – um Suchmaschinen anzuzapfen, Besucher auf die eigene Webseite zu lotsen, welche Motten wie das Licht anzieht…

Traffic. Traffic. Traffic. Das ist nach wie vor das Thema des Monats Januar. Mit diesem Artikel läute ich die dritte Runde ein, wo ich meinen aufwendigsten Fehler vorstelle und was ich daraus gelernt habe, bei der richtigen Wahl der Keywords.

Warum Du die Sprache der Zielgruppe lernen&erkennen und sprechen solltest…

Wenn ich also einen guten Suchbegriff gefunden habe, welcher aus mehreren Wörtern besteht und ein geeignetes Suchvolumen zur Verfügung stellt…kann ich dann eigentlich noch was falsch machen? Ein ganz klares JA. Diesen Tag werde ich nie vergessen. Mühevoll habe ich ein Webprojekt erstellt und auf einen bestimmten Suchbegriff optimiert.

„Wie finde ich eine Freundin“

→ knapp 7000 exakte Suchanfragen

→ Mit meiner Top-Platzierung ca. 100 Besucher täglich

→ Sehr gute Eintragsrate in meinen Emailverteiler

1000,00 Euro monatlich zahlen Anbieter im Datingbereich bei einem Klickpreis von ca. 33 Cent, wenn sie ähnliche Besucherströme durch Google Adwords oder Facebook „einkaufen“ wollten. Wenn wir annehmen, dass derjenige Kandidat die vorderen Plätze in den Suchergebnissen belegen wollte. Ich stellte eine Emailserie zusammen, wo ich digitale Produkte als Partner beworben habe.

Das Ergebnis: Mit den Einnahmen des Webprojektes konnte ich die Kosten für Webhosting, sowie meiner Domain wieder reinholen und für den überbleibenden Gewinn reichte es zumindest für eine Packung Kaugummi pro Woche.

Die Lernerfahrung: Wenn ich auf einen Suchbegriff optimiere, darf ich mich gerne vorher Fragen, was für eine Zielgruppe nach diesem Begriff sucht. Welche „Köpfe“ stecken dahinter. Ist es denn wirklich auch die Zielgruppe, welche ich ansprechen möchte? Meine Vermutung bestand darin, dass meine angezogene Zielgruppe zwar großes Interesse an meiner Lösung hatte, jedoch außerhalb meiner Zielgruppe liegt. An den Emailadressen im Verteiler konnte ich erkennen, dass meine Zielgruppe hautsächlich aus Männern unter 18 Jahren besteht, welche gar nicht die Möglichkeit hätten, kostenpflichtige Produkte zu kaufen.

Beispiel: toni1996@web.de -> Toni ist also höchstwahrscheinlich erst 16 Jahre alt 😉

Wie Du die Sprache der Zielgruppe mit diesem Tool noch am gleichen Tag lernen kannst – ohne eine eigene Abteilung für eine umfangreiche Zielgruppenanalyse durchzuführen…

Als ich im vergangenen Jahr auf dem Startup Weekend dabei gewesen bin – musste es schnell gehen. In 48h ein eigenes Business gründen. Zackzack. Kurze Pausen. Schnelle Umsetzung. Alle Systeme und Automaten nutzen, welche sich nutzen ließ…und dabei habe ich unheimlich viele spannende Tools und Techniken kennengelernt.

Der Dank gebührt also nicht mir, sondern den cleveren Köpfen, die ich dort auf dem Event kennengelernt habe, wo ich mir einiges abgesehen habe. Gestartet ist ein Kollege von mir mit einer Marktanalyse. Wofür ich sonst 2h einplane, um mich gründlich in Foren, Frageportalen und Blogs einzulesen, um herauszufinden, wie meine Zielgruppe “so tickt” und wie deren Sprache ist – benötigte er nur 5 Minuten, um mir die exakten Worte zu nennen, welche die Zielgruppe nutzt.

Was ich Dir heute vorstellen möchte ist das Tool Wordle. Das Tool sortiert sozusagen die häufigsten Schlüsselwörter und stellt sie in einer Wolke dar. Häufig verwendete Wörter werden größer dargestellt, als weniger verwendete Schlüsselwörter. Einfach und simpel. Doch wie sieht eine effiziente Anwendung von Wordle aus?

sprache der zielgruppe erkennen

Anwendung 1: Eigene Recherchen

Ich suche Quellen herraus, wo sich meine Zielgruppe aufhält und kopiere mir dort Textbausteine herraus. Fragenportale, Foren, Kommentare usw. Am besten startet man mit einem Word-Dokument und kopiert im zweiten Schritt den Fließtext in das Tool herein.

Anwendung 2: Blogs analysieren

Was ich allerdings komfortabler finde ist die zweite Variante. Die meisten Webblogs haben einen sogenannten “Feed”, wo Blogartikel in einfacher Darstellung festgehalten werden. Dazu reicht es i.d.R. “/feed” an den jeweiligen Blog anzuhängen. Probiere es doch einfach direkt mit meinem Webblog aus.

Das ist mein Feed: http://mr-online-marketing.de/feed/

Diese Feed-Url kannst Du direkt bei Wordle eintragen, um Dir häufig verwendete Wörter aus dem Blog anzeigen zu lassen. Wenn Du also in etwa weißt, welche Konkurrenten Deine Zielgruppe ansprechen – kannst Du ja mal einen tieferen Einblick in deren Blog nehmen, um Dich an der Sprache zu inspirieren.

Hier Klicken, um zu Wordle.net zu gelangen >

Hier ist ein konkretes Beispiel:

Im vorherigen Screenshot habe ich einen anderen Blogger in meinem Bereich unter die Lupe genommen. Ich verwende gerne das Wort “Geschäft”, “Webbusiness” oder “Verdienstmöglichkeit”. Wo sich meine Zielgruppe jedoch besser angesprochen fühlt, ist mit dem Wort “Business”. Das sind Kleinigkeiten… die ich aber gerne für mich in Zukunft im Hinterkopf habe, wenn ich weitere Keywordresearches vornehme.

Wahrscheinlich klingelt es gerade bei Dir… was sich damit alles anstellen lässt. 😉 Einfach blind&wahllos Suchbegriffe in das Google Keyword-Tool eintippen kann jeder. Doch vorher in die Köpfe Deiner Zielgruppe reingucken, deren Sprache zu lernen und genau diese Zielgruppe anzusprechen, welche auch wirklich an Deinem Mehrwert interessiert ist…das ist die Kunst. Meiner Meinung nach ist Keywordanalyse auch gleichzeitig, den einen Schritt davor (auch noch) zu machen, bevor ich mich auf die Suche nach Suchbegriffen mache, welche ein hohes Suchvolumen haben.

Verkaufst Du noch…oder lebst Du schon? Darum geht es nächste Woche. Du wirst erfahren, wie Du Produkte&Dienstleistungen wie warme Semmel an den Mann bekommst – ohne jemals mehr verkaufen zu müssen. Klingt verrückt? Wie das geht – das zeige ich Dir nächste Woche…

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Oldskool BWL-Wissen mit den Online-Marketing-Ninjastrategien von morgen verknüpfen. Mario Reinwarth liebt Online-Marketing und ist als Newcomer aufgefallen, durch Produktlaunches, die nach wie vor für Gesprächsstoff sorgen.
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Mario Reinwarth

Oldskool BWL-Wissen mit den Online-Marketing-Ninjastrategien von morgen verknüpfen. Mario Reinwarth liebt Online-Marketing und ist als Newcomer aufgefallen, durch Produktlaunches, die nach wie vor für Gesprächsstoff sorgen.

2 Comments

  • Hallo Mario,

    Wordle kannte ich schon – aber es in der Weise zu nutzen, ist ein guter Tipp.
    PS: Deine Landingpage finde ich übrigens sehr gelungen 😉

    LG, Ralf Dahler

  • Manfred Streipert

    Reply Reply 5. Februar 2014

    Danke für Verweis zu <>. Habe ich noch nicht gekannt und habe es jetzt auch noch nicht so schnell begriffen, aber mir gleich ein Segment erstellt und veröffentlicht. Geht ziemlich Einfach , werde wahrscheinlich öfter darauf zurückgreifen.
    Danke

    Gruß
    Manfred

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