Erfolgreich Networken und warum ein Düsseldorfer in Köln arbeitet

Wenn Du Wissen willst, wie Du erfolgreich networken kannst – und vor allem konkrete Vorschläge suchst, bist Du hier genau richtig (…auch wenn Du vielleicht eher zu der stillen Sorte gehörst)

Was nämlich viele nicht Wissen ist, dass ich nicht immer der offene und aufgeschlossene Mensch gewesen bin. Eher im Gegenteil. Zu Schulzeiten war es besser, wenn ich nicht angesprochen worden bin. Ich war schüchtern und hatte sogar eine soziale Angst und fürchtete mich etwas vor Gruppen. Am Besten, gar nicht Auffallen… und damit bin ich nicht alleine.

Erfahre heute in diesem Artikel, wie ich vom schüchternen stillen Kollegen zum „Kontaktmonster“ geworden bin und welche Tipps und Tools ich Dir von Herzen empfehlen möchte – um vielleicht denselben Weg hinzulegen…

1×1 für erfolgreiches Networken

Direkt vorab. In diesem Artikel geht es nicht darum Strukturvertriebe aufzubauen. Ich habe bereits im Multi-Level-Marketing gearbeitet, wo mir das Netzwerken sozusagen „eingetrichtert“ worden ist. Heute bin ich sehr dankbar, über den Skill jederzeit und überall offen auf Menschen zuzugehen, Kontakte aufzubauen und mich mit anderen Menschen zu vernetzen. Warum Du das überhaupt tun solltest und welche Vorteile Dir das bringt, klären wir in der ersten Frage.

Warum Networken und Menschen aus der Branche kennenlernen ?

Stelle Dir vor, Du hast eine Frage zu einem bestimmten Thema. Steuern. Google Adwords. Bloggen. Design. Was auch immer. Wenn Du einen Experten frägst, würde Dich das viel Geld kosten. Wenn Du allerdings jemanden kennst, reicht ein einzelner Anruf (welcher Dich im Idealfall nichts kostet) und Du bist direkt einen Schritt weiter.

Ein weiteres Beispiel ist die erweiterte Sichtweise, welche Du auf Dein eigenes Arbeitsfeld erhältst. Stichwort Betriebsblindheit. Vielleicht hast Du das schon einmal erlebst, dass Du vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr siehst. Genau in diesem Momenten helfen Dir andere Menschen aus Deiner Branche sehr weiter, um aus der Vogelperspektive auf Deine Arbeit herunterzugucken und Dir den entscheidenen Hinweis geben, welchen Du selber niemals sehen würdest.

Menschen helfen. Ich liebe es Aufträge unter meinen Freunden, Bekannten oder in meinem Netzwerk zu verteilen. Es ist einfach ein schönes Gefühl einem Menschen mit einem Neukunden zu versorgen. Sowohl der neue Kunde ist glücklich sofort einen kompetenten Experten an der Hand zu haben, welcher aus einer Empfehlung stammt, als auch der Auftragnehmer, welcher einen Kunden hat, der vielleicht wesentlich einfacher zu bedienen ist, da bereits ein warmer Kontakt über „Ecken“ vorhanden ist.

Es ist sehr clever sich mit Menschen zu umgeben, welche gleiche oder ähnliche Ziele verfolgen. Das muss nicht unbedingt heißen, dass jeder in der exakt gleichen Branche arbeitet. Ich beobachte einen positiven Sog, sobald ich mich mit unternehmerisch denkenden Menschen umgebe, da jeder diesselben Probleme, sowie auf und ab’s mitmacht. Diese Gemeinsamkeiten sorgen für ein schnelles Verständnis des gegenübers. Alle Unternehmer sitzen am Ende des Tages in einem Boot und was kann es besseres geben, als sich gegenseitig zu unterstützen, wo es eben nur geht. Kurz, mit dem richtigen Umfeld erlebst Du einen Mindset boost, welchen Du nicht in Zahlen aufwägen kannst.

Erfolgreich Networken - 1x1

Erfolgreich Networken – 1×1

Wo am Besten Networken ? – Meine 5 Top-Tipps zum netzwerken

1. Coworking Spaces / Hostels

Als ich ohne Vorbereitung auf den Philippinen angekommen gewesen bin, habe ich mir entgegen aller Erwartungen nicht zuerst rausgesucht, wo die Besten Strände liegen – sondern ich habe mich auf die Suche nach Coworking Spaces, bzw. Hostels gemacht. Für digitale Nomaden, Freelancer oder Businesspeople die Anlaufstelle Nummer 1. Tatsächlich habe ich dann auch in einem Hostel einen deutschen Onlinemarketer kennengelernt, welcher rübergezogen ist, um dort für ein Startup tätig zu werden. (Name des Startups verrate ich an der Stelle mal nicht). Selbst auf der Insel Boracay habe ich die sympatische Rachael Fishman kennengelernt, welche aus der ganzen Welt SEO Kunden betreut. Amazing.

Wieso Du definitiv mehrere Coworkings in Deiner Umgebung testen solltest und gerne auch etwas Opportunitätskosten auf Dich nehmen darfst, um in der nächstgrößeren Stadt danach zu suchen

Für Düsseldorf empfehle ich das Coworking Garagebilk. (Erstmal einen netten Backlink für die Kollegen) Es geht dort recht familär zu und nach wenigen malen fühlt man sich wie zu Hause. Am Kaffeeautomaten ist schnell der Plausch hergestellt. Gleichzeitig wird seitens des Coworking auch viel organisiert und veranstaltet. Gemeinsames Frühstück. Techniktalks. Marketingtreffen. Allerdings ist das Coworking Garagebilk im moment noch recht „Developerlastig“. Viele Entwickler. Programmierer und Freelancer.

Darum habe ich den Weg von Düsseldorf nach Köln auf mich genommen, um bei den Nachbarn in Köln vorbeizusehen. Der Startplatz ist ebenfalls ein Coworking Place. Allerdings eine Hausnummer größer. Hier fühle ich mich mehr zu Hause, da hier einige Startups vertreten sind. Gleichzeitig sitzen SEO’s, Affiliates und Facebook Marketer neben mir – was für mich das deutlich bessere Umfeld ist. In aller Liebe zur Garagebilk habe ich das Gefühl, dass hier momentan deutlich mehr abgeht… was sich auch in den regelmäßigen Workshops von „Top-Stars“ aus der Branche wiederspiegelt. Die Fachmesse für Köln, also der Seoday findet hier übrigens auch statt.

Zusammengefasst, werde ich auch in Zukunft weitere Coworking Spaces besuchen gehen. Wenn Du möchtest, dass ich auch mal bei Dir vorbeischaue – schick mir doch einfach eine Einladung per Mail. Schaue dann gerne mal vorbei. Ich kann auch jedem empfehlen, auch mal 1-2 Stunden Fahrtzeit in Kauf zu nehmen, um dorthin zu gehen, wo eben die „Post abgeht“.

2. Cashflowclub / Wirtschaftsclub Düsseldorf

Achtung. Geheimtipp. Wenn Du im unternehmerischen Bereich unterwegs bist, kennst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit das Buch „Rich Dad – Poor Dad“ von Robert Kiyosaki. Es geht um einfache Schlüssel zum Unternehmertum, welcher der Erfolgs-und Bestsellerautor in einfacher Sprache vermittelt. Zu seinen Büchern gibt es das sogenannte Cashflowspiel. Aufgebaut ist es in etwa wie Monopoly – nur in kompliziert. Beim spielen lernst Du, ein Gespür für gute und schlechte Deals im Leben zu bekommen, sowie Deine Wahrnehmung was Ein-und Ausgaben angeht zu schärfen.

Leider ist das Spiel in der Anschaffung recht teuer und kostet um die 200 Euro. Das ist auch einer der Gründe, warum das Spiel dann in Clubs gespielt wird. Cashflow verbindet somit finanzielle Bildung mit Networking. Klare Empfehlung meinerseits. Weitere Infos über die Cashflow-Clubs >>

3. Toastmasters Düsseldorf

Weiter gehts mit den Toastmasters Düsseldorf. Bei den Toastmasters kannst Du Deine eigenen Skills im freien Sprechen verbessern. Was mir besonders Gefallen hat ist das professionelle Feedback von den „alten Hasen“, sowie die eigenen Präsentationen der Toastmasters Mitglieder, wo ich sowohl inhaltliche Aspekte mitgenommen habe, als auch wertvolle Insides der Präsentationstechnik für mich mitgenommen habe.

Die Toastmasters sind sowohl für die „stillen“ geeignet, um das Eis zu brechen und seine eigenen Fähigkeiten auf Vordermann zu bringen – als auch für die Fortgeschrittenen, welche gerne die eigenen Fertigkeiten erweitern möchten.

Der nette Nebeneffekt der Toastmasters ist ebenfalls das Networking. In Düsseldorf hatte es sich eingebürgert, im Anschluss im Vapiano essen zu gehen, um sich besser kennenzulernen. Das ist natürlich keine Pflicht und jedem frei gestellt.

4. VHS Weiterbildungen und Kurse

Sehr interessante Synergien haben sich auch bei mir eingestellt, als ich Weiterbildungen der VHS (Volkshochschule) genutzt habe. Der Vorteil liegt ganz klar auf der Hand. Vor allem im Bereich NLP und Kommunikation gibt es dort recht günstige Schulungen, welche jeder mitnehmen sollte. Gleichzeitig ist das kennenlernen der anderen Teilnehmer ein Kinderspiel, da in manchen Kursen viel in Gruppenarbeit gemacht wird.

5. Messen, Events und Conventions

Je nach Themenschwerpunkt gibt es für die meisten Branchen sogenannte Conventions. Ein Besuch erfordert zwar etwas mehr Aufwand, aber bisher habe ich nur sehr positives Feedback der Teilnehmer gehört. Im Infomarketingbereich sind die Affilidays sehr groß im kommen. Bei der nächsten Gelegenheit werde ich auch mal vorbeischnuppern.

Wie sollte ich Networken ?

Last but not least, möchte ich kurz die Essenz runterbrechen, wie das Networken am Besten funktioniert. Meistens ist es nämlich so, dass es viel einfacher ist, als man vielleicht denkt. Mit einem einfachen „Hi“, einem netten lächeln und einer kurzen Vorstellung kann eigentlich nichts schief gehen.

Drei Dinge, welche Dir beim Networken helfen werden…

A) Zuhören: Wie kann ich meiner Person weiterhelfen ?

Ich versuche eigentlich immer recht schnell herauszufinden, ob und welche Probleme mein gegenüber hat. Vielleicht kann ich ihm direkt dabei mit meinen Erfahrungen weiterhelfen. Vielleicht kenne ich auch genau den richtigen Ansprechpartner für dieses Problem – und kann ihm durch einen Kontakt auf das nächste Treppchen helfen.

B) Ansprechen: Spreche Deine eigenen Probleme/Ideen an

Erst geben, dann nehmen. Bevor ich nach eigenen Herausforderungen frage, versuche ich in der Regel erstmal etwas zu geben. Es gibt viele hilfsbereite Menschen, aber jeder arbeitet an eigenen Projekte, hat begrenzt Zeit – und meiner Meinung nach sollte sich das geben und nehmen immer in einer Waage halten. Meinen ersten Mentoren konnte ich recht wenig an Expertise anbieten, sodass ich meine (Arbeits)Zeit gegen sein Wissen tauschte.

Anschließend eignen sich Mittagspausen ideal, um gemeinsam über bestimmte Dinge zu brainstormen. Viele trauen sich nicht über Geschäftsideen oder Nischenprojekte mit anderen zu sprechen. Ich rede sehr gerne drüber, da ich sofortiges Feedback, sowie einen anderen Einblick auf die Materie erhalte.

Als ein guter Freund aus dem Urlaub kam, erzählte er mir von der Idee eine Partnerbörse programmieren zu lassen, wo sich Menschen nach Interessengebieten zusammenfinden können, um einen gemeinsamen Urlaub zu planen. Die Idee finde ich genauso gut, wie er auch – allerdings hatte ich genau sowas schon in mehrfachen Ausführungen gesehen. Er war davon überzeugt, dass es sowas noch nicht gibt – und durch diesen kurzen Plausch haben wir dann gemeinsam festgestellt, dass die Idee leider nicht völlig neu ist. Nach nur wenigen Mausklicks konnte ich bereits 5 verschiedener solcher Portale ausfindig machen.

Das muss nicht gegen die Idee sprechen, aber eine absolute Nische ist das leider nicht. Das hat sich in einem kurzen 2-minütigen Gespräch ergeben und sparte ihm sicher tausende an Euros für Programmierung, Erstellung und Design.

C) Austauschen: Kundenakquise & Partnergesuch

Wenn der Fall der Fälle eintritt und jemand aus Deinem Bekanntenkreis einen Designer sucht, nimm Dir Doch einen kurzen Augenblick Zeit, um in Deinem Netzwerk nach einem zuverlässigen Partner zu suchen. Sobald Du selber in dieses Mindset „reinkommst“ und immer versucht, möglichst Kontakte aus Deinem Netzwerk zu empfehlen, wirst Du Dich wundern, wie oft diese Menschen später auch an Dich denken werden. Hier in diesem Fall bin ich auch der Meinung, dass ich immer zuerst selber bei mir anfange und aktiv Leute weiterempfehle – wenn ich denn selber gerne weiterempfohlen werden möchte.

Für diese Zwecke habe ich damals ein einfaches Visitenkartenetui angefangen, was mich keine 10 Euro gekostet hatte. Wenn mich jemand um eine Empfehlung fragt, brauche ich in den meisten Fällen nur kurz reinblättern und habe recht fix die richtige Adresse parat. Das ist mein Visitenkartenetui, mit dem ich gestartet bin – *klick*

dale-carnegieBuchtipp: Wie man Freunde gewinnt: Die Kunst, beliebt und einflussreich zu werden

Obwohl der Titel sehr agressiv klingt und sich der Buchtitel so anhört, als sei dieses Buch nur für Menschen geschrieben, die keine Freunde haben – gehört es zu meinen wertvollsten Büchern, welche ich in meinem Bücherschrank habe. Das Buch ist sowohl für den ruhigen introvertierten Typen geschrieben, als auch für Kontaktmaschinen, welche ihre Fähigkeiten den Feinschliff verpassen möchten.

In dem Buch geht es viel weniger um manipulative Techniken, Sprüche zum auswendig lernen oder andere mechanische Eigenarten. Es ist viel mehr eine Bibel, welche es Dir doppelt so einfach machen wird, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, gemeinsam Ziele zu erreichen und Networking spielend leicht zu machen.

Weitere Informationen über das Buch von Dale Carnegie, passend zum Thema kinderleichtes Networking, findest Du hier – *klick*

Wann sollte ich mit dem Networken anfangen ?

Ganz klar. Am Besten jetzt hier und sofort. Du hast meinen doch etwas langen und ausschweifenden Blogartikel gelesen. Ich danke Dir dafür. Wenn Du aber jetzt einfach nichts machst, wirst Du diesen Artikel vielleicht abhaken und in einer Woche wieder vergessen haben.

Suche Dir also einen Punkt raus, welchen Du vielleicht gleich jetzt in Angriff nimmst. Du wolltest schon immer mal beim Toastmastersclub vorbeischauen ? Starte jetzt Deine Recherche. Mache einen Termin. Halte Deinen Zeitpunkt fest und blocke dafür einen Abend in Deinem Kalender.

Diskussion: Schreibe mir doch bitte in die Kommentare, was Du heute noch in Angriff nehmen wirst – und noch viel wichtiger – vielleicht kennst Du noch weitere Ideen, welche ich hier außer Acht gelassen habe, um sein Netzwerk zu vergrößern ?

Ps: Du weißt ja selber. Etwas schriftlich festhalten, funktioniert wie ein Versprechen. Du wirst es garantiert umsetzen, als wenn Du jetzt einfach nur den Kopf nickst und darüber denkst, dass es vielleicht eine ganz gute Idee ist.

About The Author

Mario Reinwarth

Oldskool BWL-Wissen mit den Online-Marketing-Ninjastrategien von morgen verknüpfen. Mario Reinwarth liebt Online-Marketing und ist als Newcomer aufgefallen, durch Produktlaunches, die nach wie vor für Gesprächsstoff sorgen.

4 Comments

  • Peter

    Reply Reply 5. Mai 2014

    Hallo Mario, danke für diesen sehr guten Artikel. Er enthält wertvolle Tipps.
    Auch das konsequente Umsetzen deines Azon-Systems finde ich sehr gut. Hoffe, dass Du dadurch viele Provisionen von Amazon bekommst. Weiter so!
    Sehr sympathisch:-) Das Buch von Dale Carnegie kann ich wirklich auch empfehlen.

  • stefanie

    Reply Reply 5. Mai 2014

    sehr gute Tipps zum netzwerken
    Vielen Dank

  • Markus

    Reply Reply 17. Mai 2014

    Hallo Mario,

    grundsätzlich sind Plattformen wie Xing, LinkedIn und auch die Marketing-Boerse extrem hilfreich beim „netzwerken“. Dazu gehören neben dem „normalen“ kontaktieren von interessanten Personen anhand derer Gesuche der Besuch regionaler XING Gruppen, die thematisch im eigenen Interessensgebiet liegen. Generell gilt aber auch hier das zu beherzigen, was Du empfiehlst: Erst geben, dann nehmen und bitte nie aufdringlich sein! Gerade bei Xing immer erst den persönlichen Bereich“ich suche“ studieren und abwägen, ob sich die Kontaktanbahnung auch beiderseitig lohnt oder lohnen könnte. Als Vertriebler mit 15 Jahren Erfahrung habe ich Xing /LinkedIn von Beginn an genutzt. Die dort über die Jahren generierten Kontakte stellen heute mein Kapital dar…..:-) Ansonsten: Für dein Alter bist Du recht „straight“ unterwegs – Respekt! Gruß in meine alte Heimat Markus

    • Mario Reinwarth

      Reply Reply 17. Mai 2014

      Hey Markus,
      Vielen Dank für die Blumen. Matthias Schneider, ein geschätzter Kollege schwört ebenfalls auf Xing. Bisher ist das ja noch nicht mein Kanal. Kann mir aber in Zukunft vorstellen, mit meiner neuen Ausrichtung vielleicht mehr auf Xing zu machen. Scheint sich ja durchaus zu lohnen 😉

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