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Marketing-Lexikon · Angebot und Positionierung

Agenturmodelle: Pauschale, Budgetanteil oder Umsatzbeteiligung

Marketing-Agenturen werden auf drei Arten vergütet: als monatliche Pauschale, als Prozentsatz vom Werbebudget oder als Beteiligung am erzielten Umsatz. Jedes Modell setzt andere Anreize, und die sollte man kennen, bevor man unterschreibt.

Von Mario Reinwarth · Stand 08.09.2026

Die Modelle im Vergleich

ModellAnreizGeeignet für
Monatliche PauschaleAufwand begrenzenplanbare Betreuung, klare Leistungen
Prozent vom WerbebudgetBudget erhöhengroße Budgets, bei kleinen unwirtschaftlich
Beteiligung am UmsatzErgebnisse erzielengemeinsame Aufbauprojekte, verlangt Einblick in Zahlen
Aufbau einmalig plus laufende Steuerungsaubere Trennung von Bau und Betriebdie meisten Fälle

Worauf im Vertrag zu achten ist

Erstens: Die Kampagnen laufen im eigenen Werbekonto. Wer sie im Konto der Agentur laufen lässt, verliert Daten und Historie und steht bei einer Trennung ohne alles da.

Zweitens: Bei einer Beteiligung sollte klar sein, worauf sie berechnet wird, auf abgeschlossene Verträge oder auf tatsächliche Zahlungseingänge. Der Unterschied ist bei Ratenzahlung erheblich.

Drittens: Eine Testphase. Üblich sind drei Monate, in denen sich zeigt, ob es trägt. Ein Monat ist zu kurz, weil Aufbau, Lernphase und erste Abschlüsse länger brauchen.

Wer tatsächlich arbeitet

Eine Frage, die im Erstgespräch selten gestellt wird und viel verrät: Wer betreut die Kampagne im Alltag? In größeren Häusern spricht man im Verkaufsgespräch mit der Führung und arbeitet danach mit jemandem, der viel weniger Erfahrung hat.

Das ist kein Vorwurf, sondern eine Frage der Struktur. Aber man sollte es vorher wissen, weil es den Unterschied zwischen einer laufenden und einer verwalteten Kampagne ausmacht.

Häufige Fragen

Was ist üblich als Beteiligung?
Im Marketing bewegen sich Beteiligungen meist im niedrigen zweistelligen Prozentbereich, gerechnet auf den Umsatz nach Abzug der Werbekosten.
Wie lange sollte man sich binden?
Nicht länger als nötig. Drei Monate zum Prüfen, danach eine faire Kündigungsmöglichkeit. Zwölf Monate ohne Ausstieg sind ein Warnzeichen.
Sind Erfolgsversprechen seriös?
Eine Zusage über Anzahl und Preis von Anfragen kann seriös sein. Eine Zusage über Kunden nicht, weil der Abschluss vom Anbieter selbst abhängt.

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Mario Reinwarth
Mario Reinwarth

Inhaber von mr. online marketing, Düsseldorf. Seit 2012 im Online-Marketing, über 100 betreute Kunden, mehrfach 7-stellige Umsätze über eigene Funnel. Seit 2025 Claude-Coaching für Unternehmer. Mehr über Mario