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Marketing-Lexikon · Zahlen und Kennwerte

Kosten pro Lead: Was eine Anfrage über Meta-Ads wirklich kostet

Die Kosten pro Lead, kurz CPL, sind das Werbebudget geteilt durch die Zahl der Anfragen. Über alle Branchen hinweg liegt der Wert bei rund 30 Euro pro Anfrage. Die Spanne reicht von 10 Euro bei breiten Angeboten bis 80 Euro bei eng eingegrenzten Zielgruppen. Entscheidend ist nicht der Preis allein, sondern was aus der Anfrage wird.

Von Mario Reinwarth · Stand 08.09.2026

Realistische Spannen

AngebotsartKosten pro LeadAnmerkung
Breites Angebot, große Zielgruppe10 bis 20 €viel Volumen, viel Aussortieren am Telefon
Beratung, Coaching, Dienstleistung20 bis 60 €der Normalfall in unseren Konten
Eng eingegrenzt, hochpreisig50 bis 80 €weniger Anfragen, deutlich bessere Gespräche
Regionales Handwerk, Energie20 bis 80 €je nach Umkreis und Wettbewerb

Werte aus laufenden Werbekonten 2026. In zwei parallel laufenden Kampagnen desselben Anbieters lagen die Kosten pro Anfrage gleichzeitig bei 18 und bei 79 Euro. Der Durchschnitt über alle Projekte liegt bei etwa 30 Euro.

Die Rechnung dahinter

Bei 1.000 Euro Werbebudget und 30 Euro pro Anfrage kommen rund 30 Anfragen zusammen. Davon sind erfahrungsgemäß 10 bis 20 nicht verwertbar, weil Budget, Zeitpunkt oder Erwartung nicht passen. Aus dem Rest entstehen Gespräche, aus den Gesprächen Kunden.

Genau deshalb ist der Leadpreis nur die erste von drei Zahlen. Die zweite sind die Kosten pro Termin, die dritte die Kosten pro Kunde. Wer nur die erste misst, optimiert sich in die falsche Richtung: Der günstigste Lead ist oft der teuerste Kunde.

Warum ein niedriger Leadpreis gefährlich sein kann

Ein Leadpreis von 10 Euro sieht im Werbekonto gut aus. Er entsteht aber meist, weil die Anzeige etwas verspricht, das jeden anspricht. Dann trägt sich auch jeder ein, und der Algorithmus lernt auf genau diese Gruppe.

Ein Beispiel aus der Praxis: Eine Anzeige mit dem Wort Provisionsbasis brachte Leads für 10 Euro. Angezogen wurden Menschen, die selbst auf Provisionsbasis arbeiten, also genau die ohne Budget. Einzelne Wörter in der Anzeige steuern die Zielgruppe stärker als jede Einstellung im Werbekonto.

Häufige Fragen

Was ist ein guter Leadpreis?
Der, bei dem die Rechnung aufgeht. Bei 3.000 Euro Auftragswert und einer Abschlussquote von 20 Prozent auf Gespräche darf eine Anfrage auch 80 Euro kosten. Bei 500 Euro Auftragswert sind 30 Euro schon zu viel.
Wie senke ich die Kosten pro Lead?
Über das Creative, nicht über die Einstellungen. Ein neuer Hook verändert den Preis stärker als jede Zielgruppen-Feinjustierung. Und über die Landingpage: Wer statt eines Formulars ein Quiz einsetzt, halbiert den Leadpreis oft.
Wie lange muss eine Anzeige laufen, bevor ich sie beurteile?
Bis sie das Zwei- bis Dreifache des erwarteten Leadpreises ausgegeben hat. Bei erwarteten 30 Euro also rund 100 Euro. Vorher ist jede Zahl Zufall.

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Mario Reinwarth
Mario Reinwarth

Inhaber von mr. online marketing, Düsseldorf. Seit 2012 im Online-Marketing, über 100 betreute Kunden, mehrfach 7-stellige Umsätze über eigene Funnel. Seit 2025 Claude-Coaching für Unternehmer. Mehr über Mario